4. Juni 2014 | Windows Small Business Server 2011
Beim SBS 2008 wurden die SharePoint Services 3.0 verwendet und PSConfig automatisch ausgeführt, sobald ein Patch installiert wurde.
Im Small Business Server 2011 setzt Microsoft allerdings auf einen SharePoint Foundation 2010, was dazu führt, dass das Patchen des SharePoints ein wenig Nacharbeit benötigt. Es werden während einem Update nur die Programmdateien automatisch aktualisiert, die Datenbank allerdings nicht. Dadurch läuft der SharePoint in einem Kompatibilitätsmodus, was zu einigen Problem führen kann (bspw. laufen VSS-basierte Backups nicht mehr durch).
Es gibt zwei Möglichkeiten herauszufinden, ob eine Datenbankanpassung überhaupt nötig ist. Dazu kann der SharePoint 2010 Health Analyzer oder ein PowerShell-Befehl genutzt werden.
Unter „Start > Alle Programme > Microsoft SharePoint 2010 Products“ die Verknüpfung „SharePoint 2010-Zentraladministration“ anwählen. Anschließend in der Kategorie „Überwachung“ den Punkt „Probleme und Lösungen Überprüfen“ auswählen.
Der Health Analyzer zeigt an, dass die Datenbank ein Upgrade benötigt
Unter „Start > Alle Programme > Microsoft SharePoint 2010 Products“ die Verknüpfung „SharePoint 2010-Verwaltungsshell“ anwählen. In dem PowerShell Fenster gibst du nun folgenden Befehl ein:
(get-spserver $env:computername).NeedsUpgrade
Wenn als Ergebnis „True“ angezeigt wird, ist ebenfalls ein Upgrade nötig.
Ergebnis ist „True“ – also muss PSCONFIG ausgeführt werden
Öffne eine Eingabeaufforderung als Administrator Wechsle mit folgendem Befehl in das PSConfig-Verzeichnis:
cd C:\Program Files\Common Files\Microsoft Shared\Web Server Extensions\14\BIN
Nun gibst du diesen Befehl ein:
PSConfig.exe -cmd upgrade -inplace b2b -force -cmd applicationcontent -install -cmd installfeatures
Der Konfigurations-Assistent für SharePoint-Produkte startet. Der Vorgang dauert in etwa 5-10 Minuten.
PSConfig wurde erfolgreich durchgeführt. Die Datenbank läuft nun nicht mehr im Kompatibilitätsmodus.
Um sicher zu gehen, dass es funktioniert hat, kannst du den oben beschriebenen PowerShell Befehl noch einmal ausführen. Bekommst du als Ergebnis „False“, wurde das Upgrade erfolgreich durchgeführt.
Ein paar Anmerkungen zu diesem Thema: